Beitragsbild: Interne Verlinkung für SEO-Texte

Interne Links: So stärkst du deine SEO mit interner Verlinkung

Du hast viele gute Inhalte auf deiner Website, aber einige Seiten werden von Google kaum gefunden? Oft liegt das an fehlenden internen Links. Interne Verlinkung gehört zu den einfachsten SEO-Maßnahmen überhaupt. Sie kostet nichts und du hast sie komplett selbst in der Hand.

In diesem Artikel erklären wir dir, was interne Links sind und warum sie für SEO so wichtig sind. Du erfährst, wie du deine interne Verlinkung sinnvoll aufbaust, welche Ankertexte du verwenden solltest und was für Fehler du vermeiden kannst.

Das Wichtigste in Kürze zu internen Links

Was sind interne Links?

Interne Links sind Verlinkungen, die von einer Seite deiner Website auf eine andere Seite derselben Website führen. Ein Beispiel ist ein Blogartikel, der auf deine Leistungsseite verweist. Auch die Links in deinem Menü, im Footer oder in den Breadcrumbs sind interne Links.

Das Gegenstück sind externe Links. Sie führen von deiner Website auf eine andere Domain oder von einer fremden Website auf deine Seite. Links von anderen Websites auf deine Seite nennt man auch Backlinks. Im Gegensatz zu Backlinks kannst du interne Links jederzeit selbst setzen und ändern.

Welche Arten von internen Links gibt es?

  • Navigationslinks: Die Links im Hauptmenü führen zu deinen wichtigsten Seiten.
  • Footer-Links: Hier stehen meistens Impressum, Datenschutz, Kontakt und weitere wichtige Seiten.
  • Kontextuelle Links: Diese Links stehen direkt im Fließtext und verweisen auf passende Inhalte. Für SEO sind sie besonders wertvoll.
  • Breadcrumbs: Die kleine Pfadangabe oberhalb des Inhalts zeigt, wo sich der Besucher gerade befindet.
  • Verwandte Beiträge: Am Ende eines Blogartikels verweisen sie auf weitere Artikel zum Thema.

Warum ist interne Verlinkung wichtig für SEO?

Interne Links helfen gleich auf drei Ebenen. Sie helfen Google, deine Website zu verstehen, sie verteilen Linkkraft und sie verbessern die Nutzererfahrung.

Google findet deine Seiten schneller

Der Googlebot bewegt sich über Links von Seite zu Seite. Eine Seite, auf die kein einziger interner Link verweist, findet er nur schwer. Solche Seiten nennt man auch verwaiste Seiten. Mit einer guten internen Verlinkung sorgst du dafür, dass alle wichtigen Seiten gecrawlt und indexiert werden.

Google versteht die Zusammenhänge

Interne Links zeigen Google, welche Inhalte thematisch zusammengehören. Der Ankertext, also der klickbare Text eines Links, verrät außerdem, worum es auf der Zielseite geht. Wenn mehrere Artikel mit dem Ankertext „Briefing“ auf denselben Ratgeber verlinken, ist klar, dass diese Seite das Thema Briefing behandelt.

Linkkraft wird verteilt

Jede Seite hat eine gewisse Autorität. Über interne Links gibt sie einen Teil dieser Kraft an andere Seiten weiter. Im SEO-Bereich spricht man oft von Link Juice. Wenn deine Startseite oder ein beliebter Blogartikel auf eine neue Seite verlinkt, profitiert diese neue Seite davon.

Besucher bleiben länger

Gute interne Links führen Leser zu weiteren hilfreichen Inhalten. Sie bleiben länger auf deiner Website, sehen mehr Seiten und landen im besten Fall bei deinem Angebot. Das sind positive Signale für Google und gut für deine Conversion.

So baust du deine interne Verlinkung richtig auf

Eine gute interne Verlinkung entsteht nicht zufällig. Sie folgt einer klaren Struktur, die Lesern und Google gleichermaßen hilft. Mit den folgenden sechs Schritten baust du deine Verlinkung so auf, dass deine wichtigsten Seiten gestärkt werden. Du kannst sie bei neuen Artikeln anwenden und auch bestehende Inhalte damit überarbeiten.

1. Lege eine klare Seitenstruktur fest

Eine gute interne Verlinkung beginnt mit einer logischen Struktur. Die Startseite steht ganz oben, darunter folgen die wichtigsten Kategorien oder Leistungen und darunter die einzelnen Unterseiten und Artikel. Jede wichtige Seite sollte mit wenigen Klicks von der Startseite aus erreichbar sein.

2. Arbeite mit Themenclustern

Bei einem Themencluster gibt es eine zentrale Seite zu einem großen Thema. Diese Seite nennt man auch Pillar Page. Mehrere Artikel zu Unterthemen verlinken auf diese zentrale Seite und die zentrale Seite verlinkt zurück. So entsteht ein dichtes Netz, das Google zeigt, dass du dich mit dem Thema gründlich auskennst.

Ein Beispiel aus unserem Blog ist der Leitfaden zum Content Marketing. Artikel über Redaktionspläne oder Blogartikel verweisen darauf und er verweist wiederum auf diese Artikel.

3. Setze Links direkt im Text

Die wertvollsten internen Links stehen mitten im Fließtext. Setze sie dort, wo sie für den Leser wirklich sinnvoll sind. Wenn du in einem Artikel über SEO-Texte das Thema Briefing erwähnst, passt ein Link auf deinen Ratgeber zum Briefing perfekt.

4. Wähle aussagekräftige Ankertexte

Der Ankertext sollte beschreiben, was den Leser auf der Zielseite erwartet. „Hier klicken“ oder „mehr lesen“ verraten weder dem Nutzer noch Google etwas. Besser ist ein Ankertext wie „SEO-Texte schreiben lassen“. Variiere die Ankertexte trotzdem ein wenig, damit die Verlinkung natürlich wirkt.

5. Verlinke auch ältere Inhalte

Wenn du einen neuen Artikel veröffentlichst, verlinke ihn nicht nur aus dem neuen Text heraus. Schau auch, welche älteren Artikel zum Thema passen und ergänze dort einen Link auf den neuen Beitrag. So wird der neue Artikel schneller gefunden.

6. Stärke deine wichtigsten Seiten

Überlege dir, welche Seiten für dein Geschäft am wichtigsten sind. Das sind meistens deine Leistungsseiten oder Produktkategorien. Diese Seiten sollten besonders viele interne Links aus passenden Artikeln bekommen.

Wie viele interne Links pro Seite sind sinnvoll?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Google hat keine Obergrenze für interne Links genannt. Entscheidend ist, dass jeder Link für den Leser einen Sinn ergibt. Als grobe Orientierung haben sich bei einem Blogartikel mit 1.500 Wörtern drei bis acht kontextuelle Links bewährt. Wenn in jedem zweiten Satz ein Link steht, wird der Text unübersichtlich.

Interne Verlinkung in Online-Shops

In Online-Shops spielt die interne Verlinkung eine besonders große Rolle. Kategorieseiten sind oft die Seiten, die bei Google für wichtige Suchbegriffe ranken sollen. Mit diesen Maßnahmen stärkst du sie gezielt.

  • Kategorietexte: Verlinke in den Texten auf passende Unterkategorien.
  • Ratgeberartikel: Verlinke aus Blogartikeln auf die passenden Produktkategorien.
  • Ähnliche Produkte: Zeige auf Produktseiten verwandte Produkte oder Zubehör an.
  • Breadcrumbs: Sie helfen Nutzern und Google, die Shop-Struktur zu verstehen.

Typische Fehler bei der internen Verlinkung

  • Verwaiste Seiten: Seiten ohne einen einzigen internen Link werden schlecht gefunden.
  • Defekte Links: Links auf gelöschte oder nicht veröffentlichte Seiten führen ins Leere. Prüfe deine Links regelmäßig.
  • Weiterleitungsketten: Wenn ein Link erst über mehrere Weiterleitungen zum Ziel führt, verliert er an Kraft. Verlinke immer direkt die finale URL.
  • Nichtssagende Ankertexte: „Hier“ oder „Link“ verschenken Potenzial.
  • Immer derselbe Ankertext: Wenn alle Links exakt gleich lauten, wirkt das unnatürlich.
  • Zu tiefe Strukturen: Seiten, die erst nach fünf oder mehr Klicks erreichbar sind, bekommen wenig Aufmerksamkeit.

Tools, mit denen du deine interne Verlinkung prüfst

  • Google Search Console: Im Bericht „Links“ siehst du, welche Seiten die meisten internen Links bekommen.
  • Screaming Frog: Das Tool crawlt deine Website und zeigt dir defekte Links, Weiterleitungen und verwaiste Seiten.
  • Ahrefs oder Semrush: Beide Tools bieten Site-Audits, die Probleme bei der internen Verlinkung aufdecken.
  • SEO-Plugins: Für WordPress gibt es Plugins wie Yoast SEO Premium oder Link Whisper, die beim Schreiben passende interne Links vorschlagen.

Häufige Fragen zu internen Links

Sollten interne Links in einem neuen Tab öffnen?

In der Regel nein. Interne Links öffnen sich üblicherweise im selben Tab. Neue Tabs sind eher für externe Links sinnvoll, damit Besucher nicht ganz von deiner Website verschwinden.

Sind interne Links mit dem Attribut „nofollow“ sinnvoll?

Für normale interne Links nicht. Mit „nofollow“ würdest du Google bitten, dem Link nicht zu folgen. Damit verschenkst du die Vorteile der internen Verlinkung.

Wie oft sollte ich meine interne Verlinkung überprüfen?

Ein kurzer Check alle paar Monate reicht für die meisten Websites aus. Nach einem Relaunch oder wenn du viele Seiten gelöscht hast, solltest du die Links sofort prüfen.

Fazit: Interne Links sind eine einfache, aber starke SEO-Maßnahme

Mit einer durchdachten internen Verlinkung hilfst du Google, deine Website zu verstehen, und deinen Besuchern, die passenden Inhalte zu finden. Setze Links dort, wo sie für den Leser sinnvoll sind, wähle aussagekräftige Ankertexte und prüfe deine Links regelmäßig.

Möchtest du deine Inhalte besser vernetzen, hast aber keine Zeit dafür? Im Rahmen unseres Content Managements kümmern wir uns auch um die interne Verlinkung deiner Website.

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